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Elektroauto-Batterien recyceln: Upcycling, Kosten-Nutzen und die Rolle Europas und Chinas

| aktualisiert am 25.Juni 2024 - Innovation 

Früher wurden Lithium-Ionen-Batterien als Abfall betrachtet und oft in Ländern wie Indonesien auf Giftmülldeponien entsorgt. Die in ihnen enthaltenen Rohstoffe können aber durch Recycling zurückgewonnen werden. In einem 50 kWh-Akku finden sich etwa 8 kg Lithium, 12 kg Mangan, 9 kg Kobalt, 41 kg Nickel, 22 kg Kupfer und 126 kg Aluminium. Bis zu 97% dieser Stoffe können durch Recycling zurück gewonnen werden. 

Dank „Upcycling“ können recycelte Materialien sogar hochwertiger sein als neue Rohstoffe. Dies erhöht die Dichte und Ladekapazität der Batterien. Europäische Unternehmen wie Northvolt und Automobilhersteller wie Mercedes-Benz und BMW nutzen diese recycelten Rohstoffe. In Europa entstehen vermehrt Recyclingkapazitäten, besonders in der Nähe großer Batterie- oder Automobilhersteller. China ist jedoch Spitzenreiter beim Recycling, da die Nachfrage nach Lithium dort enorm ist und jährlich um etwa 20% wächst.

Bis 2059 könnte China den Bedarf an neuem Lithium durch recyceltes Lithium decken. In Europa und den USA wird dies voraussichtlich erst nach 2070 möglich sein, da noch nicht genügend Elektroauto-Akkus zum Recyceln verfügbar sind. Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen könnte sich dies jedoch schnell ändern.

 

  • Veröffentlicht : 2024-06-25 14:51:48
  • Kategorien : Innovation   
  • Quelle : YouTube